Stolz auf ein „kleines Wunder“
Engagement Bürgerstiftung richtet Geschäftsstelle ein – Huder können Projekte vorschlagen
Bericht vom 27. Januar 2011, NWZ, Autor: Stephan OnnenDie Geschäftsstelle dient als Anlaufstelle. Eine Lesepaten-Aktion und ein soziales Projekt zur Weihnachtszeit sollen in 2011 unterstützt werden.
Hude – Die Mitglieder von Vorstand und Stiftungsrat haben seit der am 23. November 2010 erfolgten Gründung der Huder Bürgerstiftung nicht ihre Hände in den Schoss gelegt – im Gegenteil: Es wurden fleißig weiter Spenden und Projektideen gesammelt. Bei der Stiftungsaufsicht konnte bereits im selben Monat die formale Anerkennung erlangt werden, und – ebenfalls noch im alten Jahr – hat das Finanzamt die Gemeinnützigkeit festgestellt. Am Dienstagabend wurde ein weiteres Etappenziel erreicht: Im Geschäftshaus „Auf der Nordheide 4“ wurde die Geschäftsstelle der Bürgerstiftung eingeweiht. Der 2. Vorsitzende des Vorstands, Uwe Badt, der in dem Gebäude eine Rechtsanwaltskanzlei betreibt, hat dafür ein Büro unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die Geschäftsstelle ist mit einem eigenen Eingang ausgestattet, der ebenso wie die Bürofenster mit dem Logo der Bürgerstiftung gekennzeichnet ist.
Das Büro soll Ideengebern, Spendern und allen an der Arbeit der Stiftung interessierten Bürgern als Anlaufstelle dienen. „Wir wollen persönlich erreichbar sein“, betonte die 1. Vorsitzende Petra Czerner. Sie rief die Huder dazu auf, Vorschläge für unterstützenswerte Vorhaben einzubringen. Vorstand und Stiftungsrat haben bereits Ideen entwickelt. Czerner kündigte an, man wolle „um die Weihnachtszeit herum“ ein soziales Projekt fördern. Außerdem sei eine Lesepaten-Aktion, die Jung und Alt zusammenbringen soll, geplant. „Vorgespräche mit Kooperationspartnern laufen bereits“, informierte der Vorsitzende des Stiftungsrates, Alfred Janßen.
Für Janßen sind Bürgerstiftungen seit zehn Jahren ein „Herzblut-Thema“. Dass die Huder Bürgerstiftung bereits jetzt auf eine Geschäftsstelle zurückgreifen kann, sei optimal. „Dieses Tempo und diese Effektivität, mit der die Huder Bürgerstiftung entstanden ist, und nun arbeitet, würde sich so manche große Stiftung auch wünschen“, lobte Janßen. Er weiß, wovon er spricht: Janßen ist Mitglied im Arbeitskreis Bürgerstiftungen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. In Ostfriesland und im Oldenburger Land gehen zahlreiche Initiativen auf seine Anstöße zurück. Janßen arbeitet bei der OLB als Stiftungsmanager – in Hude bringt er sein Know-how indes ehrenamtlich als Bürger der Gemeinde ein.
Ihre gute Arbeit will sich die Stiftung jetzt auch offiziell bestätigen lassen: Bei der Initiative Bürgerstiftung (IBS) in Berlin hat sie sich um die Vergabe des Gütesiegels für Bürgerstiftungen beworben. Dieses Qualitätszeichen wird Ende des Jahres von einer unabhängigen Jury für die Dauer von zwei Jahren verliehen. IBS-Projektleiter Dr. Burkhard Küstermann habe den Hudern bereits bescheinigt, dass sie auf einem guten Weg seien, berichtete Alfred Janßen.
Dem Vorstand der Huder Bürgerstiftung gehören Petra Czerner als 1. Vorsitzende, Uwe Badt als 2. Vorsitzender sowie Helmut Müller und Ludger Schleper an.
Der Stiftungsrat fungiert als Aufsichtsgremium. Den Vorsitz führt Alfred Janßen, Andreas Rudolph ist stellvertretender Vorsitzender. Außerdem gehören Arndt Baeck, Klaus Keller, Jürgen Kikker und Horst Tschörtner dem Stiftungsrat an.
Die Geschäftsstelle im Haus „Auf der Nordheide 4“ ist ab sofort donnerstags von 16 bis 18 Uhr oder nach vorheriger Terminvereinbarung geöffnet. Das Büro ist telefonisch unter der Nummer 04408/982104, per Fax unter 04408/982105 oder per E-Mail unter info@buergerstiftung-hude.de zu erreichen.
Die Bürgerstiftung soll gezielt, politisch unabhängig sowie unbürokratisch dort helfen, wo Hilfe notwendig ist. Der Satzungszweck ist breit gefächert und umfasst alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens.

